Wann dein Wettgewinn steuerpflichtig wird
Online-Sportwetten gelten als Grossspiele; bei der Steuer zählt grundsätzlich der Nettogewinn des einzelnen Falls.

Ab wann ein Wettgewinn steuerpflichtig wird
Für Sportwetten in der Schweiz entscheidet grundsätzlich der einzelne Gewinnfall: Steuerpflichtig wird ein Gewinn, wenn sein Nettobetrag CHF 1’000 übersteigt. Die Grenze bezieht sich also nicht auf das, was du während des Jahres insgesamt gewonnen hast. Mehrere kleinere Gewinne werden nicht zusammengerechnet, um die Schwelle nachträglich zu überschreiten.
Das ist für die Frage wichtig, ob sich Fussballwetten ohne Wettsteuer platzieren lassen. Eine pauschale Steuerfreiheit für eine bestimmte Sportart gibt es nach dieser Regel nicht. Ausschlaggebend ist die Höhe des Nettogewinns im jeweiligen Fall. Ein Gewinn unter CHF 1’000 bleibt unter der Schwelle; bei einem einzelnen höheren Gewinn wird die Schwelle überschritten. Ob du auf Fussball, Tennis oder eine andere Sportart gewettet hast, ändert an dieser Berechnung nichts.
Was als Nettogewinn zählt
Für die Schwelle zählt nicht einfach der Betrag, der auf deinem Konto eingeht. Der Nettogewinn ergibt sich, indem du den ursprünglichen Einsatz vom ausgezahlten Betrag abziehst. Die Auszahlung kann deshalb höher ausfallen als der steuerlich massgebliche Gewinn. Entscheidend ist der Überschuss nach Abzug des Einsatzes, nicht die gesamte Rückzahlung samt Einsatz.
Angenommen, eine Wette wird gewonnen und der Anbieter zahlt den Einsatz zusammen mit dem Gewinn aus: Für die Prüfung der Grenze darfst du nicht die vollständige Auszahlung als Gewinn behandeln. Der Einsatz war dein Geld, das du zuvor eingesetzt hast. Erst der darüber hinausgehende Betrag bildet den Nettogewinn, der mit CHF 1’000 verglichen wird. Bei einer Auszahlung, die den Einsatz zurückgibt, ohne einen Überschuss zu enthalten, entsteht nach dieser Rechnung kein Nettogewinn.
Diese Unterscheidung verhindert, dass die Steuergrenze anhand einer blossen Kontobewegung beurteilt wird. Ein hoher Auszahlungsbetrag bedeutet nicht automatisch, dass auch der Nettogewinn hoch genug ist, um die Schwelle zu überschreiten. Umgekehrt kann ein einzelner Nettogewinn steuerpflichtig sein, auch wenn deine Gewinne aus anderen Wetten gering waren oder du insgesamt im Jahr keinen hohen Überschuss erzielt hast.
Jeder Gewinnfall wird einzeln betrachtet
Die Grenze wird auf jeden einzelnen Gewinn angewendet. Bleiben mehrere Wetten jeweils unter CHF 1’000 Nettogewinn, werden diese Beträge nicht addiert. Es kommt daher nicht darauf an, ob viele kleinere Gewinne über das Jahr verteilt zusammen einen grösseren Betrag ergeben. Für die Schwellenprüfung zählt jeder Gewinnfall für sich.
Bei einer einzelnen erfolgreichen Wette ist entsprechend der Nettogewinn aus genau dieser Wette massgeblich. Er wird nicht mit kleineren Gewinnen aus anderen Fällen zu einem Jahresbetrag verbunden. Ebenso verändert eine Reihe vorheriger kleiner Gewinne nicht die Schwelle für einen späteren einzelnen Gewinn. Diese Betrachtung macht die Steuerfrage enger, als eine Jahresabrechnung auf den ersten Blick vermuten lässt: Der gesamte Jahresverlauf ersetzt nicht die Prüfung des konkreten Gewinns.
Für deine persönliche Einschätzung kannst du deshalb bei jeder Auszahlung die beiden relevanten Beträge auseinanderhalten: den ursprünglichen Einsatz und den Betrag, der nach dessen Abzug übrig bleibt. Anschliessend ist dieser Nettogewinn mit der Grenze von CHF 1’000 zu vergleichen. Erst wenn der einzelne Nettogewinn darüber liegt, greift die beschriebene Steuerpflicht für Sportwetten. Die Frage nach der späteren Behandlung eines solchen Gewinns ist davon getrennt.
Schweizer Wettanbieter im Vergleich
Produktfunktionen und Tools für verantwortungsvolles Spielen helfen dir, die Anbieter einzuordnen. Boni und ihre Bedingungen können ebenfalls eine Rolle spielen, sofern sie für das jeweilige Angebot relevant sind. Die steuerliche Behandlung selbst hängt nicht von solchen Produktmerkmalen ab.
| Anbieter | Betreiber | Auszahlungsgeschwindigkeit | Mindesteinzahlung | Zahlungsmethoden | Merkmale |
|---|---|---|---|---|---|
| Jouez Sport | Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande) | bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So) | — | TWINT, Visa | Cash-out, iOS-App |
| Sporttip | Swisslos Interkantonale Landeslotterie | 5–10 Arbeitstage | 10 CHF | TWINT, PostFinance, Kreditkarte | Livewetten, Live-Statistiken, iOS-App, Android-App |
| VegasHero | — | bis zu 3 Werktage | 10 CHF | Bitcoin, Ethereum | Wett-Konfigurator, Frühe Auszahlung |
| Betalright | — | — | 10 CHF | Visa, Mastercard, Paysafecard, USDT | Casino, Live-Casino |
| Betovo | — | — | — | Revolut | Livewetten, Quotenboosts, E-Sport, Casino |
| Frumzi | — | bis zu 3 Werktage | 10 CHF | PlayID, Kreditkarte | Livewetten, Virtuelle Sportarten, Live-Casino |
| Nv.casino | Nixxe B.V. | 5 Minuten bis 12 Stunden (spätestens 2 Werktage) | — | — | Casino, Live-Casino, iOS-App, Android-App |
| Gransino | — | bis zu 3 Werktage | 10 CHF | Bitcoin, Ethereum | — |
| bet365 | Hillside (Gibraltar Sports) LP | Bearbeitung in der Regel innerhalb von 2 Stunden (E-Wallets/Karten 1–4 Std., Banküberweisung 1–2 Werktage) | 10 CHF | Visa, Mastercard, Maestro, Paysafecard, Skrill … | Wett-Konfigurator, Cash-out, Quotenboosts, Casino |
| Casinozer | — | 24–48 Stunden nach Verifizierung | — | — | E-Sport, Casino |
Jouez Sport
Jouez Sport verbindet Sportwetten mit Cash-out und einer iOS-App; die Lizenz der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa) wird im Produktangebot geführt. Einzahlungen sind mit TWINT oder Visa möglich. Bei Auszahlungsanträgen von Montag bis Donnerstag kann die Bearbeitung bis zu drei Werktage dauern, bei Anträgen von Freitag bis Sonntag bis zu sechs Werktage.
Sporttip
Sporttip bietet Livewetten, Live-Statistiken sowie Apps für iOS und Android; die Lizenz der Interkantonalen Geldspielaufsicht (Gespa) gehört zum Wettangebot. Du kannst mit TWINT, PostFinance oder Kreditkarte einzahlen, die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Auszahlungen dauern fünf bis zehn Arbeitstage. Für verantwortungsvolles Spielen lassen sich Verlustlimiten pro Tag, für sieben und für 30 Tage festlegen; diese gelten separat für Sporttip. Dazu kommen eine freiwillige Spielsperre von einem bis 180 Tagen und eine unbefristete Spielsperre.
VegasHero
VegasHero setzt bei den Wettfunktionen auf einen Wett-Konfigurator und Frühe Auszahlung. Einzahlungen sind mit Bitcoin oder Ethereum möglich, die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Für Auszahlungen kann die Bearbeitung bis zu drei Werktage dauern. Damit lassen sich die zentralen Produktmerkmale neben den Zahlungsoptionen und der Dauer bis zur Auszahlung einordnen.
Betalright
Betalright kombiniert Sportwetten mit Casino und Live-Casino. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF. Als Zahlungsmethoden stehen Visa, Mastercard, Paysafecard und USDT zur Verfügung. Damit sind neben dem Wettangebot auch Casino-Produkte Teil des Angebots.
Betovo
Betovo bietet Livewetten, Quotenboosts und E-Sport sowie Casino. Für Einzahlungen ist Revolut als Zahlungsmethode aufgeführt. Beim verantwortungsvollen Spielen gibt es Selbstausschluss und eine Abkühlphase, die über den Kundensupport laufen.
Frumzi
Frumzi führt Livewetten, virtuelle Sportarten und Live-Casino im Angebot. Einzahlungen sind ab 10 CHF möglich; zur Zahlung stehen PlayID und Kreditkarte bereit. Die Auszahlung kann bis zu drei Werktage dauern. Neben den Livewetten ergänzen virtuelle Sportarten das Wettangebot, während Live-Casino als weiteres Produktmerkmal hinzukommt. Für den Vergleich des Angebots lassen sich somit die angegebenen Zahlungsmittel, der Mindestbetrag und die Auszahlungsdauer den drei aufgeführten Produktbereichen gegenüberstellen.
Nv.casino
Nv.casino verbindet Casino und Live-Casino mit Apps für iOS und Android; als Betreiber ist Nixxe B.V. genannt. Auszahlungen dauern zwischen fünf Minuten und zwölf Stunden, spätestens jedoch zwei Werktage. Für verantwortungsvolles Spielen steht ein Selbstausschluss zur Verfügung.
Gransino
Gransino akzeptiert Bitcoin und Ethereum als Zahlungsmittel. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF, Auszahlungen dauern bis zu drei Werktage. Damit stehen bei Gransino konkrete Angaben zu digitalen Zahlungswegen, Mindesteinzahlung und Auszahlung im Vordergrund. Für die Einordnung des Wettangebots kannst du diese drei Punkte gemeinsam betrachten: den Betrag, ab dem eine Einzahlung möglich ist, die beiden genannten Zahlungsmittel und den angegebenen Zeitraum für Auszahlungen.
bet365
bet365 verbindet einen Wett-Konfigurator und Cash-out mit Quotenboosts und Casino; Betreiber ist Hillside (Gibraltar Sports) LP. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Zu den Zahlungsmethoden zählen Visa, Mastercard, Maestro, Paysafecard und Skrill. Auszahlungen werden in der Regel innerhalb von zwei Stunden bearbeitet: E-Wallets und Karten benötigen eine bis vier Stunden, Banküberweisungen ein bis zwei Werktage.
Casinozer
Casinozer bietet E-Sport und Casino. Nach der Verifizierung dauert eine Auszahlung 24 bis 48 Stunden. Diese Merkmale geben einen knappen Überblick über das Produktangebot und die Auszahlungsdauer.
Worauf es beim Vergleich ankommt
Für deine Einordnung zählen vor allem die tatsächlichen Zahlungswege, Mindesteinzahlung und Auszahlungsdauer sowie die jeweiligen Wett- und Zusatzangebote. Verantwortungsvolle Spieltools können ebenfalls ein Entscheidungskriterium sein. Diese Produktmerkmale sind von der steuerlichen Behandlung von Gewinnen zu unterscheiden: Sie beschreiben das Angebot, nicht die Besteuerung eines Gewinns.
Wettsteuer umgehen: Was legal möglich ist – und was nicht
Bei der Wettsteuer in der Schweiz geht es nicht um einen Betrag, den du durch eine bestimmte Zahlungsart oder Kontoeinstellung automatisch vermeiden kannst. Gewinne aus Geldspielen werden grundsätzlich als Einkommen behandelt. Eine zulässige Steuerplanung hält sich an diese Einordnung und sorgt dafür, dass deine Angaben stimmen. Wer einen Gewinn verschweigt, betreibt keine Steuerplanung, sondern lässt steuerpflichtiges Einkommen unerwähnt.
Besonders leicht entsteht ein Missverständnis bei ausländischen Buchmachern: Wird bei der Auszahlung keine Schweizer Verrechnungssteuer abgezogen, kann es so wirken, als sei der Gewinn steuerlich erledigt. Das ist nicht der Fall. Anbieter nehmen keine automatische Quellenbesteuerung vor. Die fehlende Einbehaltung sagt deshalb nichts darüber aus, ob der Gewinn steuerpflichtig ist.
Gewinne aus dem Ausland gelten als ordentliches Einkommen und müssen vollständig versteuert werden. Für sie gibt es keinen Freibetrag. Das gilt auch für Gewinne aus Geldspielen bei Anbietern, die in der Schweiz nicht bewilligt sind. Die steuerliche Behandlung hängt also nicht davon ab, ob beim Auszahlen bereits ein Abzug erfolgt ist. Auch ein Gewinn aus Fussballwetten wird nicht dadurch steuerfrei, dass er auf ein ausländisches Konto überwiesen oder dort belassen wird.
Steuerplanung ist keine Nichtdeklaration
Legal möglich ist, die eigene steuerliche Situation korrekt einzuordnen und alle relevanten Angaben vollständig zu machen. Dazu gehört, einen Gewinn nicht mit einer bereits einbehaltenen Steuer zu verwechseln: Bei ausländischen Anbietern wird keine automatische Schweizer Quellensteuer erhoben, der Gewinn bleibt dennoch steuerlich relevant. Auch eine Auszahlung in einer anderen Währung ändert an dieser grundsätzlichen Einordnung nichts.
Nicht legal ist es, einen Gewinn wegzulassen, nur weil die Schweizer Steuerbehörde vom Anbieter keinen Abzug erhält oder die Zahlung nicht unmittelbar sichtbar wird. Ebenso wenig wird ein Gewinn steuerfrei, wenn er auf einem ausländischen Konto bleibt, in einer anderen Währung vorliegt oder nicht sofort auf das eigene Schweizer Konto gelangt. Solche Umstände ersetzen die steuerliche Behandlung als Einkommen nicht.
Die Versuchung, aus fehlendem Steuerabzug auf eine Lücke zu schliessen, ist verständlich, aber die Rechnung geht nicht auf: Einbehaltung und Steuerpflicht sind zwei verschiedene Dinge. Die erste betrifft, ob beim Gewinn bereits Geld an die Steuerbehörden abgeführt wird. Die zweite betrifft, ob der Gewinn als Einkommen zu versteuern ist. Bei ausländischen Wettanbietern fällt keine automatische Quellenbesteuerung an; daraus folgt keine Befreiung.
Was bei ausländischen Gewinnen gilt
Wenn du bei einem ausländischen Buchmacher wettest, musst du Gewinne vollständig versteuern. Ein Freibetrag gilt dafür nicht. Das gilt unabhängig davon, ob es um Fussball oder eine andere Sportart geht. Die Herkunft des Gewinns und eine allfällige vorgängige Einbehaltung ändern nichts daran, dass solche Gewinne als ordentliches Einkommen behandelt werden.
Auch bei Geldspielen über nicht in der Schweiz bewilligte Anbieter entfällt die Einkommenssteuer nicht. Das ist eine wichtige Trennung: Die Frage, ob ein Anbieter seine Dienste in der Schweiz anbieten darf, ist nicht dieselbe wie die Frage, ob ein erzielter Gewinn versteuert werden muss. Aus einer fehlenden Bewilligung entsteht kein steuerlicher Vorteil.
Wer seine Steuerbelastung rechtmässig planen will, sollte daher nicht nach Wegen suchen, einen ausländischen Gewinn unsichtbar zu machen. Entscheidend ist, die steuerliche Behandlung nicht mit dem Verhalten des Anbieters zu verwechseln: Kein Abzug bei der Auszahlung bedeutet nicht, dass nichts mehr zu versteuern wäre. Die vollständige Deklaration bleibt erforderlich.
Sportwettengewinne versteuern: So wird die Steuer erhoben
Gewinne aus Geldspielen werden grundsätzlich als Einkommen besteuert. Für steuerpflichtige Sportwettengewinne bedeutet das: Sie fliessen in die Einkommensbesteuerung ein und können die Steuerbelastung erhöhen. Die Verrechnungssteuer ist dabei ein vorgelagerter Abzug. Sie ersetzt die Einkommenssteuer nicht, sondern wird später zurückerstattet oder angerechnet, wenn du den Gewinn ordnungsgemäss deklarierst.
Bei den in der Schweiz zugelassenen Wettanbietern behält der Veranstalter die Verrechnungssteuer direkt ein. Der Satz beträgt 35 Prozent. Der Anbieter führt diesen Betrag an die Steuerbehörden ab; du erhältst also nicht den gesamten Bruttobetrag unmittelbar ausbezahlt. Dieser Abzug ist keine endgültige Steuer, sofern du deinen Gewinn korrekt in der Steuererklärung aufführst.
Die Rückerstattung erfolgt über die Steuererklärung: Nach der Deklaration wird die einbehaltene Verrechnungssteuer vollständig zurückerstattet oder an die geschuldete Steuer angerechnet. Welche dieser Formen sich in deiner Abrechnung zeigt, hängt davon ab, wie die Steuerbehörde den Betrag verarbeitet. Für dich entscheidend ist, dass der Abzug nicht einfach als endgültiger Verlust behandelt werden sollte. Die Verrechnungssteuer wird mit der späteren steuerlichen Beurteilung verbunden.
Damit unterscheiden sich zwei Vorgänge, die leicht verwechselt werden. Beim Wettanbieter wird die Verrechnungssteuer unmittelbar abgezogen und weitergeleitet. Die Einkommenssteuer wird dagegen im Rahmen der Veranlagung berechnet. Der erste Abzug dient der Sicherung des Steueranspruchs; die endgültige Belastung ergibt sich aus der Einkommensbesteuerung. Eine einbehaltene Verrechnungssteuer bedeutet deshalb nicht automatisch, dass der gesamte Betrag dauerhaft weg ist.
Umgekehrt bedeutet eine Auszahlung ohne solchen Abzug nicht, dass ein Gewinn grundsätzlich ausserhalb der Einkommensbesteuerung liegt. Die Steuerpflicht und der Einbehalt sind unterschiedliche Fragen: Die Einkommenssteuer betrifft die steuerliche Behandlung des Gewinns, während die Verrechnungssteuer direkt beim Veranstalter erhoben wird. Ob ein Abzug vorgenommen wurde, entscheidet daher nicht allein darüber, ob ein Gewinn steuerlich relevant ist.
Für die tatsächliche Belastung kommt es auf die Veranlagung an. Die steuerpflichtigen Einnahmen werden zusammen mit den übrigen Einkünften berücksichtigt; daraus ergibt sich die Einkommenssteuer nach den anwendbaren kantonalen Regeln. Der pauschale Abzug von 35 Prozent beim Anbieter ist somit nicht mit einem festen Steuersatz auf deinen gesamten Gewinn gleichzusetzen. Er ist ein Einbehalt, der im Steuerverfahren berücksichtigt wird.
Auch die beiden zugelassenen Wettanbieter überweisen die Verrechnungssteuer in dieser Höhe an die Steuerbehörden. Dadurch wird der Abzug direkt im Zahlungsfluss vorgenommen. Das kann zunächst so wirken, als werde der Gewinn bereits abschliessend besteuert. Tatsächlich hängt die weitere Behandlung davon ab, dass der Gewinn in der Steuererklärung ordnungsgemäss erscheint und die einbehaltene Steuer angerechnet oder zurückerstattet werden kann.
Für deine Abrechnung ist deshalb wichtig, den ausgezahlten Gewinn und den einbehaltenen Steuerbetrag gedanklich auseinanderzuhalten. Der Betrag, der auf deinem Konto ankommt, zeigt nicht zwingend den gesamten Gewinn vor dem Steuerabzug. Eine spätere Rückerstattung oder Anrechnung setzt voraus, dass die Angaben in der Steuererklärung mit dem Gewinn übereinstimmen. Die Frage, wo und wie du ihn dort aufführst, gehört zur Deklaration; die Erhebung selbst folgt dem Zusammenspiel von direktem Einbehalt und anschliessender Einkommensbesteuerung.
Wettgewinne korrekt in der Steuererklärung angeben
Für steuerpflichtige Wettgewinne bist du selbst verantwortlich: Du musst sie in deiner kantonalen Steuererklärung korrekt aufführen und die Angaben nachvollziehbar dokumentieren. Das gilt auch dann, wenn beim Gewinn keine Verrechnungssteuer einbehalten wurde. Eine fehlende Abführung durch den Anbieter ersetzt die eigene Deklaration nicht.
Empfehlenswert
- Gewinne über CHF 1’000 als Einkommen aus Kapitalerträgen deklarieren
- Belege wie Abrechnungen und Kontoauszüge übersichtlich aufbewahren
Zu vermeiden
- Gewinne weglassen, nur weil der Anbieter keine Steuer einbehalten hat
- Einzelne Gewinne zu einer selbst errechneten Jahressumme vermischen
Wettgewinne über CHF 1000 gehören in der kantonalen Steuererklärung zum Einkommen aus Kapitalerträgen beziehungsweise zu den einmaligen Einnahmen. Achte darauf, die passende Einkommenskategorie zu verwenden und den Betrag vollständig und korrekt einzutragen. Welche Darstellung das kantonale Formular dafür vorsieht, kann je nach Formular unterschiedlich sein; die Einordnung als Einkommen bleibt der wichtige Punkt.
Belege nachvollziehbar aufbewahren
Eine saubere Dokumentation hilft dir, deine Angaben bei Bedarf zu belegen. Bewahre deshalb Unterlagen auf, aus denen der Wettgewinn und die Auszahlung hervorgehen, etwa Abrechnungen oder Kontoauszüge. Sinnvoll ist eine übersichtliche Ablage, in der du einzelne Gewinne den jeweiligen Nachweisen zuordnen kannst. So musst du die Angaben beim Ausfüllen nicht allein aus dem Gedächtnis rekonstruieren.
Halte dabei fest, worauf sich ein Betrag bezieht und ob er tatsächlich ausbezahlt wurde. Vermische einzelne Gewinne nicht zu einer selbst errechneten Jahressumme, wenn das Formular eine Zuordnung zu einer Einkommenskategorie verlangt. Bei Unklarheiten zur konkreten Eintragung ist die kantonale Steuerverwaltung die zuständige Anlaufstelle; eine allgemeine Faustregel kann die Vorgaben des jeweiligen Formulars nicht ersetzen.
Verrechnungssteuer in der Erklärung berücksichtigen
Wurde auf einen Gewinn Verrechnungssteuer erhoben, ist die Deklaration auch für deren Rückerstattung relevant. Wenn du den Gewinn in der nächsten Steuererklärung angibst, erhältst du die Verrechnungssteuer zurück. Der einbehaltene Betrag sollte daher nicht dazu führen, dass du den Gewinn auslässt: Der Abzug beim Anbieter und deine eigene Angabe in der Steuererklärung sind zwei verschiedene Schritte.
Auch bei Gewinnen aus dem Ausland solltest du die Unterlagen geordnet aufbewahren und den Gewinn korrekt angeben. Dass keine Schweizer Verrechnungssteuer abgezogen wurde, ist kein Grund, ihn in der Erklärung wegzulassen. Für deine Dokumentation zählt, dass die eingetragenen Beträge durch deine Nachweise gestützt werden und sich bei einer Rückfrage nachvollziehen lässt, wie du auf sie gekommen bist.
Vor dem Einreichen prüfen
Gleiche die Beträge in deiner Erklärung mit den verfügbaren Abrechnungen und Auszahlungsnachweisen ab. Kontrolliere, ob steuerpflichtige Gewinne erfasst sind und ob die Angaben in der vorgesehenen Einkommenskategorie stehen. Wenn du mehrere Unterlagen zu einem Gewinn hast, bewahre sie gemeinsam auf, statt dich nur auf eine einzelne Notiz zu verlassen.
Die Selbstdeklaration bedeutet nicht, dass du die steuerliche Behandlung selbst frei festlegst. Deine Aufgabe ist, die relevanten Gewinne korrekt anzugeben und ihre Herkunft durch eine nachvollziehbare Dokumentation zu stützen. Für die konkrete Eintragung gilt das kantonale Steuerformular.
Wann lokale Kleinspiele steuerfrei sind
Bei Kleinspielen sind Gewinne vollständig von der Steuer befreit. Dazu zählen lokale Sportwetten, kleine Tombolas und Pokerturniere mit begrenzter Reichweite. Wenn du wissen möchtest, ob ein Gewinn ohne Steuer bleibt, ist deshalb zuerst entscheidend, ob das Spiel tatsächlich in diese Kategorie fällt. Die Steuerfreiheit gilt nicht pauschal für jede Wette auf ein lokales Sportereignis.
Für lokale Sportwetten ist ausserdem der Einsatz begrenzt: Auf eine einzelne Wette dürfen höchstens 200 Franken gesetzt werden. Diese Grenze betrifft den Einzeleinsatz. Sie beschreibt nicht, wie hoch ein Gewinn ausfallen darf. Die Einordnung als Kleinspiel hängt jedoch nicht allein davon ab, dass die Wette vor Ort oder auf einen regionalen Wettkampf stattfindet.
Online-Sportwetten gehören nicht zu den Kleinspielen. Auch die blosse Tatsache, dass du auf ein Spiel mit lokalem Bezug setzt, macht eine Online-Wette nicht steuerfrei. Bei Tombolas und Pokerturnieren ist die begrenzte Reichweite Teil der beschriebenen Kleinspiel-Kategorie. Ein Turnier oder eine Veranstaltung wird also nicht allein durch ihre Bezeichnung zum Kleinspiel.
Damit du die Steuerfreiheit richtig einordnest, solltest du zwischen der Spielart und dem Gewinn unterscheiden: Bei einem Kleinspiel ist der Gewinn steuerfrei; bei anderen Wetten gelten andere Regeln. Die Kleinspiel-Ausnahme ist somit keine allgemeine Möglichkeit, beliebige Sportwetten ohne Steuer zu platzieren. Entscheidend ist die Zuordnung des Angebots zur Kategorie Kleinspiel, nicht allein der Ort des Sportereignisses oder die Höhe des Gewinns.
Online-Sportwetten zählen zu den Grossspielen
Für die steuerliche Einordnung ist nicht entscheidend, ob du am Computer oder über eine andere Plattform wettest. Online-Sportwetten gelten ebenso als Grossspiele wie automatisierte Wetten und Wetten, die kantonsübergreifend angeboten werden. Das Angebot solcher Grossspiele ist in der Schweiz auf die dafür zugelassenen Veranstalter beschränkt.
Bei steuerpflichtigen Gewinnen aus Grossspielen können Einsatzkosten berücksichtigt werden. Abziehbar sind fünf Prozent des Bruttoertrags, höchstens jedoch 5’000 Franken pro Gewinn. Der Bruttoertrag ist dabei die Grundlage, auf die sich der Abzug bezieht. Die Begrenzung gilt für den einzelnen Gewinn; ein höherer Einsatz führt also nicht automatisch zu einem entsprechend höheren Abzug.
Für dich heisst das: Der mögliche Abzug ist nicht mit einer pauschalen Erstattung des gesamten Einsatzes gleichzusetzen. Er senkt den steuerpflichtigen Gewinn nur im vorgesehenen Umfang. Liegen die Einsatzkosten über dem zulässigen Abzug, lässt sich der übersteigende Teil nicht zusätzlich nach dieser Regel abziehen.
Die Kategorie Grossspiele umfasst damit mehrere Formen von Sportwetten, nicht nur Wetten, die online abgeschlossen werden. Für die Steuer auf Sportwetten ist neben der Einordnung als Grossspiel auch relevant, ob der Gewinn steuerpflichtig ist und welcher Abzug für die Einsatzkosten darauf angewendet werden kann. Die steuerliche Behandlung richtet sich nicht danach, ob eine Wette automatisiert oder über Kantonsgrenzen hinweg zustande kam: Auch diese Wettformen fallen unter die Grossspiele.
Sportwetten als Beruf: Verluste sind nicht beliebig abziehbar
Wer regelmässig Sportwetten platziert, kann sich fragen, ob die Tätigkeit steuerlich als Beruf gilt. Allein die Häufigkeit der Wetten beantwortet diese Frage nicht. Aus der Bezeichnung «Berufsspieler» folgt jedenfalls nicht, dass Verluste mit anderen Einkünften verrechnet werden dürfen.
In den meisten Kantonen behandelt der Fiskus Gewinne aus Glücksspielen und Wetten wie gewöhnliches Einkommen. Für die steuerliche Einordnung ist deshalb entscheidend, wie solche Einnahmen im jeweiligen Kanton behandelt werden. Eine regelmässige Teilnahme macht aus Wettverlusten keinen allgemeinen Abzugsposten.
Die Grenze ist klar: Verluste aus Geldspielen lassen sich nicht von anderen Einkünften abziehen. Wer also neben dem Wetten Lohn oder andere Einnahmen erzielt, kann tatsächliche Verluste aus den Wetten nicht einfach gegen diese Beträge aufrechnen. Das gilt auch dann, wenn Wetten einen grossen Teil des Alltags einnehmen oder als persönliche Tätigkeit bezeichnet werden.
Für die eigene Planung bedeutet das: Gewinne und Verluste sollten nicht gedanklich zu einem einzigen Jahresergebnis zusammengezogen werden. Ein Verlust aus einer Wette beseitigt nicht automatisch steuerbares Einkommen aus einer anderen Quelle. Ebenso schafft die Bezeichnung als Beruf keine Grundlage, um Verluste als berufliche Kosten geltend zu machen.
Wenn du regelmässig wettest, solltest du daher nicht voraussetzen, dass eine besondere Einstufung als Berufsspieler deine steuerliche Behandlung verändert. Massgeblich bleibt die kantonale Praxis zur Besteuerung von Wettgewinnen; Verluste aus Geldspielen können nicht mit anderen Einkünften verrechnet werden.
Ab wann sind Sportwetten-Gewinne in der Schweiz steuerpflichtig?
Ein einzelner Nettogewinn ist steuerpflichtig, wenn er CHF 1’000 übersteigt. Dabei zählt der Gewinn nach Abzug des ursprünglichen Einsatzes; mehrere kleinere Gewinne werden nicht zusammengerechnet.
Müssen Wettgewinne in der Steuererklärung angegeben werden?
Ja, steuerpflichtige Wettgewinne gehören in die Steuererklärung. Bei ausländischen Anbietern sind Gewinne vollständig als Einkommen zu versteuern; bei Schweizer Anbietern kann einbehaltene Verrechnungssteuer nach der Deklaration zurückerstattet oder angerechnet werden.
Muss ich meine Wettgewinne versteuern?
Ja, wenn ein einzelner Nettogewinn CHF 1’000 übersteigt. Der Nettogewinn ist der Auszahlungsbetrag abzüglich des eingesetzten Betrags.
Werden mehrere kleine Wettgewinne für die Steuer zusammengerechnet?
Nein, die Schwelle gilt für jeden Gewinnfall einzeln. Mehrere Nettogewinne unter CHF 1’000 werden nicht addiert.
Wettanbieter & Zahlungen: Methoden im Überblick
Inhalt erstellt vom Team «onlinewettenhub.com»




